Ssang Yong - südkoreanische Automarke



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Die Firma Ssang Yong Motor Company wurde 1954 in Süd Korea als Ha Dong-hwan Motor Workshop gegründet. Durch die Lizenzfertigung von Jeeps für die amerikanische Armee konnte der Absatz schrittweise gesteigert werden, so dass schon 1962 eine weitere Firma, die Dongbang Motor Company, Limited, gegründet werden musste.
Schon ein Jahr später wurden beide Firmen mit Perspektive auf den Export von Automobilen zusammengelegt. Aus dem Ha Dong-hwan Motor Workshop und der Dongbang Motor Company, Limited wurde die Ha Dong-hwan Motor Co., Ltd., die drei Jahre später eine Auszeichnung des südkoreanischen Transportministeriums erhielt.
Aus den ausschließlichen Lizenzprodukten wurde ab 1966 mit den ersten Eigenentwicklungen auch das Exportgeschäft gestartet. Einen Grundstein dafür legte ein Omnibusmodell, mit dem die Erfolgsära auch außerhalb Südkoreas beginnen konnte.
Nach verschiedenen weiteren Umbenennungen, auch auf Grund weiterer Zukäufe von Mitbewerbern, stieg 1986 die Ssang Yong Group in die Firma ein und diese wurde nochmalig umbenannt in die heute noch gültige Ssang Yong Motor Company.
Zwischenzeitliche wurde die Angebotspalette überarbeitet und erweitert und unfasste nun auch Spezialfahrzeuge wie zum Beispiel auch Feuerwehr- und Sanitätsaufbauten sowie auch weiterhin Jeeps in verschiedenen Modellreihen, diese sogar sehr erfolgreich für das In- und Ausland auch als Taxis. Selbst in der Rüstungsindustrie konnte Ssang Yong Fuß fassen.
In Folge expandierte Ssang Yong und übernahm Mitte 1987 Panther Westwinds, einen Kleinserienhersteller von Jaguar Replikas der dreißiger und vierziger Jahre und Eigenentwicklungen von Sportwagen.
Nach verschiedenen Übernahmen kam es auch zu Partnerschaften mit inländischen aber auch ausländischen Mitbewerbern. Das bekannteste Beispiel dafür ist sicherlich das Joint Venture mit Mercedes - Benz Ende 1992, welches unter anderem in den Bereichen Motoren, Kleintransportern und Personenkraftwagen zum tragen kam und in einer fünf prozentigen Teilhaberschaft vom Mercedes mündete.
Der südkoreanische Mischkonzern Daewoo übernahm 1997 die Anteilsmehrheit bei Ssang Yong und hatte damit auch Zugriff auf den Technologietransfer des deutschen Markenherstellers um diese auch im eigenen Konzern zu verwenden.
Die Übernahme währte allerdings nicht lange an, nach nur drei Jahren geriet Daewoo finanziell in Schräglage und musste die Anteile von Ssang Yong wieder verkaufen. Der chinesische Automobilkonzern Shanghai Automotive SAIC kam 2004 zum Zug und kaufte sich bei seinem südkoreanischen Konkurrenten mit einer knappen Hälfte, also fast 49 Prozent ein.
Wirtschaftlich ging das jedoch auch nur bis 2009 gut, die Folgen der Weltwirtschaftskrise bekommt nicht nur Opel oder Saab zu spüren, auch bei Ssang Yong brechen die Absätze ein. Der chinesische Investor hat mit sich selbst zu tun und überlässt Ssang Yong sich selbst. Tagelang stehen die Bänder still und die südkoreanische Automarke somit knapp vor dem Exitus.
Doch der viertgrößte südkoreanische Automobilhersteller rappelt sich auf, der Name SsangYong wird Programm, der Zwillingsdrache besinnt sich auf seine Stärken und die moderne Zeit hält mittels der sogenannten Mergers & Acquisitions eine Hilfe parat. SsangYong übernimmt wieder das Zepter und bestimmt die neue Richtung des südkoreanischen Automobilkonzerns.
Artikel vom 210410
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