Leopard Automobile, Sportwagenhersteller aus Polen




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Die Geschichte der Automobilmarke Leopard Automobile ist in dieser Form wohl mehr als einzigartig. Auslöser für die polnische Automobilmarke ist eine Rarität, ein Standard Swallow SS 100, heute eher bekannt unter dem Markennamen Jaguar.
Dieser Jaguar wurde kurz vor dem Einmarsch der Deutschen von Coventry nach Warschau verschickt an einen Herrn Zbyslaw Szwaj, Luftfahrttechniker mit einem Fable für schöne schnelle Sportwagen, wie eben dem besagten Standard Swallow 100.
Doch der Krieg und auch die kommunistische Nachkriegsära Polens ließen den Jaguar und die Ambitionen für die Automobilbranche vorerst in den Hintergrund treten.
Nach dem Wiederaufbau der Wirtschaft spezialisierte sich Szwaj in Richtung der Nukleartechnik. Damit genoss er auch mehr Freiheiten wie viele andere Bürger Polens, verschiedene wirtschaftliche Aspekte brachten Szwaj auch nach Schweden, wo er Alf Näslund kennenlernte, der genauso ein leidenschaftlicher Automobilfan war.
So war letztlich der mittlerweile restaurierte Jaguar das Gesprächsthema, über welches sich die beiden anfreundeten und in Zukunft gemeinsam eine Firma gründen sollten. Natürlich sollte das eine Firma werden, die Sportwagen herstellte.
Doch bis dieses Vorhaben in die Praxis umgesetzt werden konnte sollten noch viele Jahre vergehen. Weder per Brief noch Telefon war zur damaligen Zeit des kalten Krieges eine sichere Kommunikation möglich, noch konnte man sich so oft treffen wie das für eine Firmengründung nötig gewesen wäre.
Als in den achtziger Jahren die Sowjetunion ihre Macht über Polen verlor, wurde im Interesse der Sicherheit auch die Entscheidung getroffen, im Flugzeugwerk von Mielec keine russischen Militärflugzeuge mehr herstellen zu lassen. Damit wurden allerdings auch mit einem Schlag viele hochqualifizierte Flugzeugbauer arbeitslos.
Selbst ein Jointventure mit McDonnell Douglas über die Fertigung von Flugzeugteilen konnte nicht für alle Angestellten wieder eine Arbeit verschaffen. Das war der Moment von Zbyslaw Szwaj und Alf Näslund, ersterer brachte das technische Know-How, letzterer die Verbindungen mit.
So wurde 1990 in Warschau die Automobilmarke Gepard gegründet. Der Namensgebende Retro Roadster Gepard wurde erst in Warschau, später in Mielec gefertigt. Aus der Marke Gepard ging fünf Jahre später die heutigen Leopard Automobile hervor.
Zu diesem Zeitpunkt gab es nicht nur einen neuen Markennamen, der Leopard sollte ein komplett neu entwickelter Sport Roadster werden. Unterstützung bekam Zbyslaw Szwaj dabei unter anderem von seinem Sohn Maxel, der als Ingenieur für Automobiltechnik und Design unter anderem für Rover den MGF mit entwickelte, der später als reiner MG verkauft wurde, bis nach dem desaströsen Ende von Rover auch MG durch die chinesische Nanjing Automobile Group Corporation NAC aufgekauft wurde.
Maxel war zum teil während der achtjährigen Entwicklungszeit des Leopard für die Karosserie und das Chassis zuständig. 2002 war die neue Fertigungshalle für das Roadster fertiggestellt und 2003 konnte endlich das erste Vorserienmodell vom Band rollen und wurde in Schweden in einem kleinen ausgesuchten Kreis vorgestellt.
Der Leopard Roadster verfügt über eine handgearbeitete Aluminium Karosserie in einem Retro Designstil der späten dreißiger Jahre. Das Chassis ist aus speziell beschichteten Stahl und nimmt den komplett aus Aluminium bestehenden V8 mit 6 Liter Hubraum auf. Dieser bringt eine Leistung von 405 hp, was 302 kW oder was für viele noch verständlicher ist 410,6 PS entspricht, bei einem maximalen Drehmoment von 542 Nm 4.400 U/min.
Der Verbrauch ist der Leistung angemessen, 17,2 l werden bei reinem Stadtverkehr, 8,4 l auf Autobahnen und 10,2 l im Drittelmix pro 100 km angegeben. Das Kerb weight, also das Komplettgewicht ohne Fahrer wird mit 1150 kg angegeben.
Einiges der Masse wird sicherlich auch auf die vielen Komforthelferlein entfallen, denn von Natura aus ist der Leopard schon mit allem ausgestattet.
Nun kann man der relativ jungen polnischen Automobilmarke, die mit dem Leopard 6 Liter Roadster 2005 dann endlich an die Öffentlichkeit ging nur viel Erfolg und Kunden für ihr ambitioniertes Projekt, das sich am ehesten mit der Gumpert Sportwagenmanufaktur vergleichen lässt, wünschen.
Artikel vom 040611 / Last modified xxxxxx
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