MG Morris - Garage, der sportliche Ableger von Morris Motor

Markenlogo Morris Garage.

Das Logo von MG, Morris-Garage

Bild Automobil MG Metro.

Der MG Metro im Rallyeeinsatz

Bild Automobil MG B GT Front.

Der MG B GT in der Frontansicht

Bild Automobil MG B GT.

Der MG B GT ca. 1970
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Die Geschichte von MG oder auch der
Morris Garage beginnt 1923 in Oxford England. Cecil Kimber, der Leiter der Morris Werkstatt zu dieser Zeit in Oxford entschließt sich, auf der Basis des Morris Cowley ein eigenständiges Modell zu entwerfen. Angespornt durch den Erfolg wird auch das Modell Morris Oxford individualisiert. Die Morris Garage bildete seit dieser Zeit die Sportmarke vom Geldgeber und Mutterkonzern Morris Motor Company, ein Synonym für erfolgreiche Kleinserien von Roadstern und Sportwagen.

Anfänglich wurden die Modelle noch in Handarbeit bei verschiedenen Firmen zusammengesetzt, durch den steigenden Erfolg wurde dann in die Fabrik von Morris ausgelagert, bis MG 1927 eine eigene Fertigungsstätte bekam, die aber schon 1929 nicht mehr ausreichte.

Deshalb kam der erneute Umzug in die Fertigungshallen in Abingdon, südwestlich von Oxford. Hier sollte in den nächsten Jahren die Erfolgreichen Modelle der Marke MG entstehen. Den Anfang machte der MG M-Type, basierend auf den Morris Minor und läutete eine neue Generation Sportwagen in England ein. Der MG Midget, so die Bezeichnung des M-Type, war ein Automobil, das sich zwar als Sportwagen verstand, mit seinen 850 ccm Vierzylinder Motor und 20 PS allerdings nur knapp 100 km/h erreichte. Was war also der Grund, das dieser kleine offene von 1928 bis 1932 gebaute Zweisitzer so beliebt wurde.

Zum einen war es wohl die Unverwechselbarkeit der MG Karosserie, die Fans dieser Marke heute noch zum schwärmen bringt, zum anderen sicherlich auch der Preis von nur 175 Britischen Pfund. Auch für die zeitgenössischen Verhältnisse ein unschlagbarer Vorteil.

Das nächste Modell, die Baureihe F-Type, der Magna war das erste Modell einer ganzen Reihe von Sportwagen mit Sechszylinder Motoren, hier zahlte sich die Übernahme der im Motorenbau erfahrenen Wolseley Motor Company, die 1926 in finanziellen Schwierigkeiten steckte, durch den Mutterkonzern Morris aus. Kimber zog allerdings alle Register, um seinen Kunden die Herkunft des Motors zu verschleiern.

Trotz der recht geringen Leistung von 37 PS überzeugte der Sechszylinder mit seiner Laufruhe. Der einzige große Negativpunkt war das Fahrwerk, dass eher noch auf die kleineren Vierzylinder Modelle abgestimmt war. Aber auch dieses und die Folgemodelle wurden ein kommerzieller Erfolg. Das Design der MG Modelle wurde immer unverwechselbarer und der Imagegewinn durch erste Rennerfolge schon mit den Vierzylindermodellen ließen die Verkaufszahlen stetig steigen.

Schon die nächste Baureihe zeigte die Visionen eines Cecil Kimber und den Erfolg seiner Ideen noch mehr. Angeboten in mehreren Chassis- und Karosserieversionen waren die J-Baureihen so erfolgreich, dass sie lange Zeit unverändert hergestellt wurden.

Der große Durchbruch in sportlicher Hinsicht kommt mit dem MG K3 Magnette, teuer und auf Rennsport getrimmt war es schon in finanzieller Hinsicht kein Auto für die Masse, aber ein Auto um die Masse der Rennsportfans jubeln zu lassen.

Der MG Magnette war schon aufregend in der Serienform, ein Sechszylinder mit knapp 1100 ccm legte den Grundstein für den Start in der damals sehr populären Klasse der Rennwagen bis 1100 ccm und die Kompressorbeatmung verhalf diesen Modellen zu dem Ruf, ein Rennen nur zu verlieren, wenn der Fahrer plötzlich erkrankte. Viele berühmte Motorsportpiloten dieser Zeit fuhren ihre Erfolge auf diesem Modell bei verschiedenen Serien ein. Der Höhepunkt waren die speziellen Sondermodelle, erfolgreich bei der Mille Miglia und chauffiert von solchen Größen wie Tazio Nuvolari. Vom Design her Prestigeträger der besonderen Art und eigentlich war die Marke damit, und das ist auch heute noch die Meinung vieler Fans, in einem Satz mit solchen Mythen zu nennen wie Ferrari, Lamborghini oder Bugatti.

Die nachfolgenden Serien P und T verkauften sich auch sehr gut, die verschiedenen Ausführungen des T sogar so phänomenal, über 30.000 Stück verließen die Fertigungshallen, dass dieses Vorkriegsmodell bis weit nach dem Krieg gebaut wurde und erst ab den 50er Jahren mit den heute noch sehr gut bekannten und erfolgreichen Modellen MG A und dessen Nachfolger MG B, berühmt nicht zuletzt durch zu seiner Zeit Richtungsweisende dynamische Formgebung, ersetzt wurde. Immer wieder in der Firmengeschichte von MG kam es trotz der vielen Erfolge zu Finanznöten. Trotz mehrfacher Übernahmen kann sich MG den Charme und Charakter typisch britischer Sportwagen lange erhalten. MG, zwischenzeitlich in der MG Rover Group aufgegangen, ereilte 2005 nun endgültig das finanzielle Aus.

Ein Hoffnungsschimmer für MG- Fans, der chinesische Autohersteller Nanjing Automobile Group Corporation NAC, der die britische Edelmarke teilweise übernahm, plante für 2007 ein Revival, vorerst in Großbritannien und Spanien. Hier kann man nur den vielen Fans auf der ganzen Welt die Daumen drücken, die sich zwar untereinander sehr stark helfen, aber die Unterstützung durch das hoffentlich wiederbelebte Markenlabel MG sicherlich begrüßen würden.

Die Wiederauferstehung der Marke MG unter chinesischer Führung kommt dabei jedoch nur sehr schleppend in Gang. Kein Wunder, fusionierte der Riese doch kürzlich mit dem kaum kleineren chinesischen Autohersteller Shanghai Automotive Industry Corporation SAIC, so dass die Versprechungen bezüglich der Marke MG vorerst nur eine geringere Priorität besaßen.

Artikel vom 190807 / 080309

Externer Link Herstellerseite

Nanjing MG Offizielle Homepage [Chinesisch/Englisch]

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