Auto Union AG, Zusammenschluss vier deutscher Automobilmarken



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Die Geburtsstunde der Auto Union schlägt Anfang der 30er Jahre, die Weltwirtschaftskrise bestimmt weiterhin die Absätze der Automobilindustrie und diese sind mehr als schlecht und weiterhin rückläufig. Viele kleinere Firmen überleben diesen Kollaps nicht und müssen Konkurs anmelden.
1931 schließen sich die Firmen Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union zusammen. J.S. Rasmussen, der Gründer von DKW, dem zu dieser Zeit größten Motorradhersteller der Welt, übernahm schon 1928 die Mehrheitsanteile bei Audi.
Weitere Kreditwünsche wurden aber aus Sicherheitsgründen von der Sächsischen Zentralbank verwehrt. Die Einigung mit der Bank und die Freigabe dringend benötigter Finanzmittel brachte erst der von der Zentralbank geforderte Zusammenschluss der vier Automobilhersteller.
In diesem Zusammenschluss unter der Marke Auto Union hatte die Sächsische Staatsbank durch die Aktienmehrheit das Stimmrecht. Das Logo von Auto Union und der Schriftzug im Markenzeichen weisen durch die vier ineinander verschlungenen Ringe auf den Firmenverbund hin.
Das Novum war, dass unter der Marke Auto Union nie Automobile gefertigt wurden. Das der Name Auto Union trotzdem auch heute noch vielen ein Begriff ist, ist dem ersten Rennwagen mit Mittelmotor geschuldet. Der von Ferdinand Porsche konstruierte und unter dem Namen Auto Union gefertigte Grand Prix Bolide machte sich durch seine Siege und durch seine schwere Beherrschbarkeit unter so berühmten Piloten wie Hans Stuck oder Bernd Rosemeyer einen unvergesslichen Namen.
In dem Firmenverbund Auto Union konnten die Entwicklungen und die Fertigung verschiedener Modelle untereinander abgestimmt werden. So waren die verschiedenen Firmen für unterschiedliche Segmente der Automobilproduktion verantwortlich. DKW für den Bereich Kleinwagen, Wanderer für die Mittelklasse, Audi für die oberer Mittelklasse und Horch für die Luxusautomobile, also die Oberklasse.
Während des zweiten Weltkrieges werden die vier unter dem Verbund Auto Union laufenden Firmen zu einem großen Teil in der Rüstungsgüterproduktion eingesetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg werden die Werke von Audi, DKW und Wanderer in der von der Sowjetunion besetzten Teil Deutschlands aus den Firmenregister gelöscht und die Produktionsanlagen größten Teils als Reparationsleistungen in die Sowjetunion verbracht. Somit werden in der DDR all diese Marken schrittweise als Volkseigene Betriebe unter anderem Namen wieder aufgebaut, aus den Firmen Audi, Horch und DKW werden die VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau, die Wanderer Werke werden zur Fertigung von Büromaschinen umfunktioniert. 1949 beginnt im Westteil Deutschlands die neu gegründete Auto Union GmbH in Düsseldorf unter der Schirmherrschaft von DKW mit der Produktion von Kleinwagen. Der F8 mit Zweizylinder Zweitakt Motor sichert den Automobilen Aufschwung.
1958 wird Auto Union von Daimler Benz aufgekauft, 1964 aber schon wieder an den Volkswagenkonzern veräußert. Lediglich der Hauptstandort Düsseldorf bleibt zur Fertigung von Nutzfahrzeugen bei Daimler Benz.
Eingegliedert bei Volkswagen wurde die Entwicklung des unter Daimler Benz angefangenen Viertaktmotors abgeschlossen. Da diese Entwicklung aber für die mit Zweitaktmotoren bekannt gewordenen DKW - Auto Union Marke nicht passt, wird ab 1965 wieder der Name Audi verwendet, das Logo besteht jetzt nur noch aus den vier Ringen ohne den Zusatz Auto Union und DKW. Somit übernimmt die Marke Audi das Erbe von Auto Union.
Artikel vom 190807 / Last modified 020510
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