Gurtstraffer bei Sicherheitsgurten

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Die Erfindung des Sicherheitsgurtes durch Louis Renault 1903 bedeutete einen großen Fortschritt für die passive Sicherheit der Automobile, auch wenn diese Erfindung erst viele Jahre später zur Serienreife gelangte. Die Gurtpflicht, die in den 70er Jahren in Deutschland eingeführt wurde, machte den Sicherheitsgurt populär, wenn auch anfänglich nicht beliebt.

Die Verletzungsrate ging stark zurück, wenn auch die Gefahr des unter dem Gurt wegtauchens weiterhin blieb. Verbessert wurde dies durch die Einführung des Automatikgurtes, der die größte Gefahr des Statikgurtes eliminierte, das falsche einstellen der passenden Gurtlänge.

Trotzdem forderte ein physikalisches Gesetz weiterhin sein Recht, die Trägheit der Masse. Bei einem Unfall, also einer abrupten negativen Beschleunigung, bewegte sich die Masse der Person hinter dem Gurt trotzdem noch weiter, obwohl das Auto durch den Aufprall fast zum zum Stillstand kam. Durch die damit einher gehende Erweiterung des Gurtes und den Spielraum, den die Person dadurch bekam bestand die Gefahr unter dem Gurt hindurch zu rutschen und erhebliche Verletzungen zu riskieren.

Um diesem Umstand entgegen zu wirken wurde der Gurtstraffer eingeführt. Seine Aufgabe war es, anhand eines Sensors, der durch einen Impuls bei einem Unfall diesen zur Auslösung brachte, den Gurt vor zu spannen. Die technische Ausführung war unterschiedlich. Ein Weg war, das Gurtschloss entgegen der Bewegungsrichtung des Automobils zu führen und damit den Sicherheitsgurt an sich zu spannen. Die andere Möglichkeit war den Gurt über die Aufrolleinrichtung im Falle eines Unfalls zu kürzen.

Beide Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile, gemeinsam haben beide den Nachteil, das die Kräfte durch den Gurtstraffer so groß werden können, dass im Fall der Fälle heftige Verletzungen möglich waren. Rippenbrüche durch die Wucht der negativen Beschleunigung waren keine Seltenheit. Die Automobilindustrie reagierte relativ schnell durch die Einführung des Gurtkraftbegrenzers.

Generell gilt jedoch, die Bekanntschaft mit dem Gurtstraffer zu machen bedeutet blaue Flecken zu riskieren, ist jedoch nichts gegen die Wahrscheinlichkeit des Zusammenspiels der modernen Technik um Leben zu retten.

Auch hier natürlich wieder eine Zunahme der Kosten bei Reparaturen nach einem Unfall.

Artikel vom 281107

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