Dieselrußpartikelfilter

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Die Idee für einen Rußpartikelfilter bei Dieselmotoren ist wesentlich älter, als man auf Grund der Bemühungen von Umweltschützern und Mitteilungen der Presse denken mag.
Der Selbstzünder oder auch Dieselmotor, benannt nach seinem Erfinder Rudolf Diesel, der das Verbrennungsprinzip 1893 zu Patent anmeldete und das seit dieser Zeit, unterbrochen von verschiedenen Rückschlägen, seinen weltweiten Siegeszug antrat, war gerade im industriellen Bereich stark verbreitet.
Bei speziellen Aufgaben, der Verwendung unter Tage oder im militärischen Bereich, sorgte die Abgasentwicklung für Sorgenfalten. War es beim Militär eher die Sichtbarkeit der Abgase, so war es in Bergwerken die Gesundheitsschädigung der Abgasentwicklung, die Sorge bereiteten.
Dieselabgase bestehen zu einem großen Teil aus Ruß, deren Partikel gerade bei älteren Aggregaten deutlich sichtbar die Auspuffanlage verlassen und denen schon in geringen Maßen eine hohe Gefährlichkeit bezüglich Krebs- und Erbguterkrankungen angelastet wird.
Auf Grund der Tarnung legte das Militär schon frühzeitig wert auf eine Verminderung der Rußentwicklung, was jedoch nur bedingt durch den Einbau erster Filter gelang, mehr Erfolg zeigte eine generelle Verbesserung der Motoren und Abgastechnik.
Im Fahrzeugbau versuchte sich Mercedes - Benz Mitte der achtziger Jahre mit der Serienproduktion von Rußpartikelfiltern, die jedoch schon nach kurzer Zeit wegen der Haltbarkeit wieder verworfen wurde.
Erst die Erfindung eines weiteren Pioniers des Dieselmotorenbaus, Peugeot, die 1955 als erste Automobilmarke einen PKW, das Modell 403, mit Dieselmotor in die Serienproduktion schickten, brachte 2000 die ersten Erfolge und 2003 den Durchbruch bei der Herstellung Einsatzfähiger, Serienreifer Feinstaub- bzw. Dieselrußpartikelfilter.
Letztlich ist der Einsatz der Rußpartikelfilter umstritten, zieht er doch in den meisten Fällen eine Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs nach, schließt die Verwendung von Biodiesel aus und verringert die Serviceintervalle sowie die Verwendung bestimmter Motoröle.
Nur wenige Automarken geben dafür in Deutschland ihre Freigaben, unter anderem, Audi, BMW, Peugeot und Modelle des übrigen VW Konzerns wie Seat und Skoda sowie natürlich auch Volkswagen selbst gehören dazu.
Auch der Wirkungsgrad wird teilweise angezweifelt, die komplizierte Technik der Wandstromfilter auf deren Filterwirkung über die Zeit in Frage gestellt.
Schon die bindende Reglementierung, welche Inhaltsstoffe die verschiedenen Dieselarten enthalten dürfen, von 1995 und die stetige Weiterentwicklungen der Motorentechnik senken den Schadstoffausstoß moderner Dieselmotoren erheblich.
So ist es wohl eher eine wirtschaftliche und politische Entscheidung der Automobilwirtschaft und der Politik, am Feinstaubfilter festzuhalten, als eine echte Erleichterung für die Umwelt und die Menschen. Lediglich bei älteren Motoren kann ein so genannter Nachrüstfilter signifikante Verbesserungen beim Schadstoffausstoß bewirken.
Artikel vom 170911 / Last modified xxxxxx
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