Squire Cars, eine kurze Geschichte dieser Automobilmarke


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Die Geschichte der Automobilmarke Squire ist in jeder Beziehung einzigartig. Adrian Squire träumte seit er denken konnte von Automobilen, sein allergrößter Wunsch war seine eigene Automobilmarke zu gründen. Squire verfolgte dieses Ziel kompromißlos, nach seiner Schulzeit begann er seine Lehre bei Bentley, schloss diese ab und wechselte danach zu MG, der Morris Garage.
Mit 21 Jahren, kurz nach Beendigung seiner Lehre ging Adrian Sqire zusammen mit zwei Freunden sein Lebenswerk an. Manvy Colegrave trat als Finanzier in Erscheinung und Reginald Slay sollte den Part der Vermarktung übernehmen. Die drei gründeten die Firma auf Remenham Hill in der Nähe von Marlow.
Das größte Problem war, keiner der drei hatte Erfahrung damit, eine Automarke effizient zu Gründen und Adrian Squire lebte nur seinen Traum, er kümmerte sich lediglich darum, ein Fahrzeug zu entwickeln das seinen Ansprüchen genügen würde. Das Design war typisch 30er Jahre Stil, aber das in Vollendung, für jemanden der so etwas mochte war es sicher Liebe auf den ersten Blick. Die Technik unter der Karosserie war durchdacht und bis auf eine Rahmenschwachstelle auch durchaus fast perfekt konstruiert. Dafür spricht auch die Tatsache, dass der Großteil aller verkauften Modelle heute noch fährt.
Die einzigen beiden Schwachstellen waren der oben angesprochene Rahmenfehler und der Motor. Ein Vierzylinder Reihenmotor mit 1500 ccm von Anzani mit einem Roots-Kompressor, der den Squire eine Leistung von 110 PS verschaffte und ausreichte, bei Verkauf sogar zertifiziert, den Wagen auf über 160 km/h zu beschleunigen. Doch wie schon gesagt, der Motor war ein Schwachpunkt, durch einen fehlerhaft durchdachten Kühlkreislauf und der Aufladung mit 1 Bar Ladedruck konnte es vorkommen, das die Zylinderkopfdichtung diesen Druck nicht mehr aushielt und nachgab.
Der weitaus ärgerlichere Fauxpas passierte allerdings, als ein speziell vorbereiteter Squire das Image bei einer Rennsportveranstaltung aufbessern sollte, beim 500 Meilen Rennen von Brookland konnte die Führung erstritten werden, musste allerdings nach dem angesprochenen Rahmenbruch wieder abgegeben werden. Überdenkt man diese Fehler allerdings einmal im Bezug zu anderen Marken, muss man den Enthusiasmus eines einzelnen mit Unterstützung von Freunden um so mehr würdigen. Würde Adrian Squire heute noch leben, er starb mit 30 bei einem Bombenanschlag in Belfast, würde ihn es sicherlich stolz machen, das von seinen zehn verkauften Autos neun noch fahren und von ihren Besitzern vergöttert werden.
Trotz das der Traum eines Adrian Squire scheiterte, und eigentlich nur daran, das nicht genug Geld da war um sein Auto marginal zu verbessern, die Kinderkrankheiten zu beseitigen, könnte er heute behaupten, das der Squire gleich nach dem Bugatti Coupe Atlantic der seltenste und auch teuerste Oldtimer wäre. Die Geschichte des Squire war damit innerhalb von nur zwei Jahren aufgeschrieben, erzählt wird sie noch nach über 70 Jahren.
Artikel vom 051107
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