Bayerische Motoren Werke Typ 328, technischer Fortschritt pur


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Der BMW 328 der Bayerischen Motoren Werke war bei seiner Vorstellung 1936 seiner Zeit weit voraus. Das Chassis eher konservativ, in einem Leiterrahmen die Hinterachse in Starrausführung und die Vorderachse mit Einzelradaufhängung. Die Hydraulische Ansteuerung der Trommelbremsen rundum jedoch waren Wegweisend in der Automobilbranche dieser Zeit, als andere Hersteller die Bremsen noch über Seilzüge betätigten und im Extremfall nur die Hinterräder gebremst waren.
Auch der Durchzugskräftige Sechszylinder Reihenmotor war ein Sahnestück deutscher Ingenieurskunst, 80 PS aus knapp zwei Liter Hubraum und Nachbauten dieses Motors bezeugten die Vorteile. Zusammen mit der Karosserie, die Original als Roadster angeboten wurde, erreichte der 328 eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Basierend auf dem Modell BMW 326 wurde beim Roadster 328 vor allem die Leistung des Motors spürbar erhöht durch verschiedene technische Verbesserungen, die allerdings aufgrund des drohenden Krieges qualitativ nicht ganz die Erwartungen erfüllen konnten, die sich BWM sonst auf die Fahne geschrieben hatte.
Das schönste allerdings am 328 war die Karosserie, zu dieser Zeit legte die Konkurrenz auf Aerodynamik recht wenig wert und das vorgestellte Konzept war aufregend modern und gefiel auf Anhieb. Den Designern war es gelungen, die typische Linienführung eines BMW mit den Vorzügen eines Aerodynamischen, stromlinienförmigen Blechkleides zu verbinden.
Sicherlich war es auch nicht von Nachteil, das 1936, mit der Aufnahme der Serienproduktion des Modells 328 der erste Sieg beim Eifelrennen eingefahren werden konnte.
Obwohl die Karosserie eine Schönheit war, gab es natürlich auch noch andere Anfertigungen, etwa als Cabrio oder auch mit einer noch stromlinienförmigeren Karosserie für Rennzwecke, die allerdings nicht von BMW entworfen oder gebaut wurden. Leider verhinderte der zweite Weltkrieg den überragenden Erfolg dieses zeitlos schönen Zweisitzers. Nach dem zweiten Weltkrieg waren viele Fabriken zerstört und solche Luxusautomobile vorerst auch nicht benötigt.
Dennoch kam dieser BMW noch einmal zu neuen Ähren, die frisch gebackene britische Automobilfirma Bristol Cars Ltd., die eigentlich Bomber und Jäger hergestellt hatte, die nach Beendigung des Krieges allerdings nicht mehr in solchen Stückzahlen gebraucht wurden, erweiterte sein Angebot um Automobile. Da die Briten von den Deutschen Reparationsleistungen bezogen, war das Modell Bristol 400 eigentlich ein Sammelsurium der besten Zutaten von BMW, vom 328 der fortschrittliche Sechszylinder mit Leichtmetall Zylinderkopf mit bis zu 125 PS.
Auch in den Nachkriegsjahren wurden 328 noch hergestellt, allerdings nur in den von Arbeitern übernommenen Werken, sprich in der DDR. Die Produktion bezog sich zwar mehr auf das Modell 327 und 340, aber auch der Roadster 328 wurde noch unter der Firmierung BMW und nach dem Verbot durch die Bayerischen Motoren Werke, als EMW 328 hergestellt.
Artikel vom 071107
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